Grün im Haus – Natürliche Schönheiten

Der Trend geht hier ganz klar Richtung Understatement: Klein, fein und filigran zeigt sich das Grün im Haus.

Dass Natur und frische Luft guttun, weiß jeder. Vor allem in der kalten Jahreszeit, wenn wir die meiste Zeit des Tages in geschlossenen Räumen verbringen, heben Grünflächen, Licht und Luft die Stimmung. Kein Wunder also, dass wir uns gerne ein bisschen Grün in die Wohnung holen. Zimmerpflanzen, das konnten Forscher in Studien zeigen, heben die Stimmung, verbessern das Raumklima und filtern Schadstoffe aus der Luft. Kurzum: Sie machen uns gesund. Selbst für die NASA ist das häusliche Grün interessant – als wartungsarme Luftfilter in Raumstationen.


Zimmerpflanzenliebe. Neudeutsch auch: Urban Jungle Feeling.

Wohin man schaut: Pflanzen sind wieder im Kommen und oder schon längst in unsere Wohnungen eingezogen, versorgen uns mit zusätzlichem Sauerstoff und bieten dem grauverstädterten Auge wieder ein Minibisschen Natur zum Abschalten in den eigenen vier Wänden.

Pflanzen sammelten sich im Laufe der letzten Jahre nach und nach in unseren Räumen an und sorgten – so kann man erst im Rückblick sagen – dafür, dass diese von einer Wohnung endlich in sowas wie ein Heim umgewandelt wurde.
In einer schönen Doku über die Beziehung vor allem der Deutschen (was man darunter verstehen mag, sei dahingestellt) zu ihren Wäldern im ZDF wurde vor einiger Zeit darüber nachgedacht, warum uns Pflanzen eigentlich so guttun. Eine mögliche Erklärung: Unsere urzeitlichen Vorfahren haben sich im Wald wohl gefühlt, da sie hier nicht so offensichtlich für Beutegreifer (und feindlich gesinnte Artgenossen) zu sehen waren (so ein aufrechter Gang hat eben auch seine Nachteile). Die Farbe Grün beruhige uns seitdem.

Tatsächlich wurde bereits in mehreren groß angelegten Studien nachgewiesen, dass Pflanzen unser Stresslevel senken und wir in einer naturnahen Umgebung langfristig glücklicher sind als auch, dass wir in einem Raum mit lebendem Grün nicht nur entspannter, sondern auch leistungsfähiger sind (teilweise soll die Produktivität um bis zu 15% steigen) als in denselben Zimmern ohne Pflanzenausstattung.

Allein die Tatsache, dass wir Pflanzen sehen, hat scheinbar einen enormen, biologisch begründeten, Einfluss auf unser Wohlbefinden.

„Pflanzomanie“

Außerdem hat eine gut ausgeprägte Pflanzomanie, neben den psychologischen, handfeste Vorteile für unseren Körper: Schadstoffe, Pilze, Viren und andere potentielle Verschmutzungen werden aus der Luft gefiltert und der Sauerstoffanteil (vor allem natürlich tagsüber) erhöht.

Zwei weitere Pluspunkte von grünem Wohnen: Durch das Verdunsten von Wasser wird die Luftfeuchtigkeit in pflanzenausgestatteten Räumen erhöht – und je mehr Pflanzen, desto effektiver die Schalldämmung.

Und außerdem sieht es einfach schön aus, wenn die eigenen vier Wände naturnah gestaltet sind (um einmal das platteste, aber überzeugendste Element gemäß klassischer Rhetorik an den Schluss zu packen).

Hier ein paar schöne Beispiele, die Lust machen, das Thema Zimmerpflanzen neu zu sehen und anzugehen.

1 — Diskrete Schönheiten

Gewisse Wohnungen haben Blumenfenster. In den 40er- und 50er-Jahren war das im Trend, und Gebäude bekamen leicht herausstehende Fenster mit breiten Fenstersimsen. Darauf wucherten dann die Gummibäume, Spinnenpflanzen und Schwiegermutterzungen (Bogenhanf). So ähnlich, aber schicker, leichter und moderner zeigt sich hier das Fenster auf dem Bild. Der große Unterschied: Die einzelnen Pflanzen sind klein und stehen fein säuberlich in hübschen Gefäßen.


2 — Filigranes in Metall

Kupfer, Messing und Co. haben sich im Heimaccessoire-Bereich einen festen Platz ergattert. So geben denn auch Übertöpfe aus Metall einen hübschen Hingucker ab. Passend dazu sind filigrane Pflanzen und Gräser.

3 — Hier wächst was aus der Tasse

Wer keinen grünen Daumen hat und trotzdem gerne etwas wachsen sieht in der Wohnung, entscheidet sich für hübsche, kleine Sukkulenten (besonders unkomplizierte, saftreiche Pflanzen). Hier gucken sie aus eleganten, selberstellen Tassen und Töpfchen heraus.


4 — Hängeware

Wenn Sie keinen Platz haben sollten um Ihre Pflanzen abzustellen oder Ihnen reicht der Platz für Ihre Pflanzen nicht aus, hängen Sie die Pflanzen einfach auf. Wenn Ihnen die Luft ausgeht, beziehungsweise der Sauerstoff sind Ihnen hier von der Menge her auch keine Grenzen gesetzt.

5 — In Szene gesetzt - Der schönste Platz für Pflanzen

Setzen Sie Ihre Pflanzen in Szene und verstecken Sie diese nicht hinter dem Vorhang. Um ihnen die richtige Aufmerksamkeit zu schenken können Sie die Pflanzen auch durch einen Spot ins richtige Licht rücken.

6 — Das Gewächshaus für die Fensterbank

Ein hübsches Gewächshaus eignet sich zum Beispiel perfekt für Küchenkräuter auf der Fensterbank.

7 — Blumentöpfe mit Patina Natürliche Schönheiten

Die schlichten Blumentöpfe aus Ton sehen am schönsten aus, wenn sie schon ein wenig Lebensspuren zeigen. Sie machen sich gut mit interessanten, ganz unterschiedlichen Pflanzen und bringen so ein Stück Natur ins Haus.

8 — Leben im Glas

Eine saubere Lösung ist es, Pflanzen in ein Glas zu stellen. Das Spezielle daran ist, dass man so auch die Erde und zum Teil sogar die Wurzeln sehen kann. So verwandeln Sie die einfachen Pflanzen in originelle Deko-Objekte.